Andy Weiss

Mein Name ist Andy Weiß, ich bin 48 Jahre alt, lebe in Hamburg, bin verheiratet und habe zwei temperamentvolle Töchter. Ich fische seit ca. 30 Jahren mit der Fliege.

Seit 28 Jahren binde ich Fliegen, einfach weil es mir Spaß macht. Fliegenbinden ist für mich ein Weg zur Kreativität.

Aus meiner Sicht gibt es drei Typen von Fliegenmuster. Die ersten sind die, die einfach zum Fangen eines Fisches gebunden werden. Dabei ist es unwichtig, ob der Kopf gut aussieht oder die Wicklungen akkurat sind. Die Jury für diese Muster ist unter Wasser und entscheidet selbstständig über den Erfolg des Musters! Ich liebe diese Muster, weil sie Dir den wahren Erfolg Deiner Ideen am Bindestock zeigen.

Der zweite Typ ist der für die Bindewettbewerbe. Dies ist ein faszinierender Weg, um sich mit anderen Bindern in der Welt zu vergleichen und von ihnen zu lernen. Man weiß nie, wie die unabhängige Jury auf meine Muster reagiert und ob sie sie wertschätzen. Das ist aufregend und spannend.

Der dritte Typ ist das, was ich am meisten mag. Kreatives Fliegenbinden, wobei man innovative  oder bekannte Materialen verwendet und neue oder anders interpretierte Standardmuster bindet. Dabei  muss man beobachten, wie sie sich im Wasser verhalten und was eventuell verbessert werden kann. Diese evolutionäre Art des Bindens offenbart meine tief sitzende Begeisterung dafür und stimuliert meine Gefühle.

In meinen Fliegenbindekursen und Präsentationen ist es nicht meine Absicht, anderen zu erzählen was richtig oder falsch ist beim Binden. Nur weil ich ein paar Wettbewerbe gewonnen habe, bin ich nicht der bessere Fliegenbinder. Mein Bestreben liegt in erster Linie darin, Menschen für das Binden zu begeistern und ihre Interessen an diesem Teil der Fliegenfischerei zu fördern, damit sie sehen, wieviel Spaß und Freude es bringt.

Mein Ziel Ist, Leute zu inspirieren und zu zeigen, dass Fliegenbinden keine Magie ist, sondern eine Kette von einfachen Schritten.

Ich muss betonen, dass meine Familie sehr geduldig mit meinem Enthusiasmus ist und mir viel Freiheit gibt, um mich zu entwickeln. Das ist etwas, was man nicht für selbstverständlich halten sollte.